Die erste Erwähnung des Dorfes, das an der alten Landstraße nach Burg lag, erfolgte 992 als Grobizi. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1176 als Grobiske. Im roten Buch, dem ältesten domkapitularischen Lehnregister aus den Jahren 1360 bis 1370 erscheint
der Ort als Gherwitz oder Jerwitz. In dem Namen steckt das slawische Grob, das ursprünglich eine Stätte mit oder an einem Graben oder an Gräben bedeutet. Gerwisch unterstand der Domprobstei bis zu ihrer Aufhebung 1810.
Im Jahr 1825 brannte der Ort vollständig ab. Entlang der heutigen B1 wurde der Ort wieder aufgebaut. An dieses Ereignis erinnert man heute noch mit einem jährlichen Kreuzbergfest. Durch rege Bautätigkeit hat sich die Gemeinde seit 1990 zu einem der grÖßten Orte in der Verwaltungsgemeinschaft entwickelt.
Der Brand von Gerwisch
Zur Entstehung des Brandes gibt es folgende Geschichte:
Ein wandernder Handwerksbursche bettelte bei den Gerwischer Bauern um Essen und Trinken. Er wollte aber für die Mahlzeit nicht arbeiten. So wurde er überall vom Hof gejagt.
Aus Rache für seine Vertreibung zündete der Handwerksbursche das Dorf an. Es war kein Haus zu retten. Außerdem gab es mehrere tragische Todesfälle.
Der Verdacht der Brandstiftung fiel aber auf einen armen Bauern, der am gleichen Tag einen großen Streit mit seinem Nachbarn hatte. Ein Sündenbock wurde gesucht und gefunden, der Bauer konnte mit dieser Schmach nicht leben und bereitete seinem Leben ein Ende.
Die einzige Tochter des Bauern, dessen Familie in Schande geraten war, verdingte sich als Haushälterin weit von Gerwisch. Sie fand eines Tages einen schwer verwundeten Handwerksburchen, der in ihr das Mädchen aus Gerwisch erkennt. Kurz vor seinem Tod beichtet er ihr noch seine Missetat und das Ansehen der Familie des Mädchens ist wieder hergestellt.
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